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Anonym Surfen
Datum: 09.02.2011
Autor: dream
Views: ( 11495 )

Kommentare (0)

anonym surfen

Sollte ich anonym surfen?

Die Gefahr das tatsächlich jemand Deine IP zurückverfolgt ist relativ gering. In der grossen Masse der Surfer ist man eigentlich schon anonym genug. Zudem haben fast alle Surfer dynamische IPs, wer also gestern Deine IP herausgefunden hat und Heute versucht Dir einen "Ping of Death" zu schicken wird damit entweder niemanden oder jemand anderen ärgern. Über die IP auf Personen zurückzuschliessen ist letztendlich nur den Internet-Providern möglich, die diese Daten aber auch nur bei begründeten Verdachtsfällen herausgeben dürfen. Wie man in "Verdacht" geraten kann muss wohl nicht näher erläutert werden.
Nur soviel: Wer hier und da mal eine Warez-Seite besucht oder sich einen Crack herunterlädt muss sich kaum Sorgen machen.
Natürlich gibt es auch andere Gründe warum man gerne anonym bleiben möchte, z.B. weil man einfach Wert auf seine Privatsphäre legt. Denn nicht nur die IP-Adresse ist interessant; viele Webseitenbetreiber sammeln für statistische Zwecke allerhand Daten über Ihre Besucher. Hier mal ein Auszug was so alles protokolliert werden kann:

*IP-Adresse
*verwendetes Betriebssystem
*verwendeter Browser
*Standort (Land oder genauer, auch abhängig vom Provider, kann bis auf Einwahlknoten genau sein)
*Bildschirmauflösung (sogar die aktuelle Grösse des Browserfensters!)
*Internetseite über die man die Seite betreten hat
*Internetseite zu der man von der Seite aus weitersurft

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden inwieweit er sich beim Surfen beobachten lassen will oder wie wichtig ihm Vertraulichkeit und Anonymität sind.


Die IP-Adresse - Dein Fingerabdruck im Internet
Wenn Du Dich ins Internet einwählst, bekommt Dein Rechner einen Namen - die IP-Adresse. Wer über T-Online&Co ins Internet geht, bekommt bei jeder Einwahl eine neue IP-Adresse zugewiesen. Jedesmal wenn eine Seite aufgerufen oder eine Datei downgeloadet wird, stellt Dein Rechner eine Verbindung zu einem anderen

IP-Adresse1

Rechner her und hinterläßt dabei die IP-Adresse als "Fingerabdruck", denn die IPs sind weltweit einmalig. Der Betreiber des Webservers hat somit die Möglichkeit über seine Logfiles auszuwerten wer auf die dort gespeicherten Dateien zugegriffen hat. Da die Internet-Provider bestimmte Nummernkreise haben innerhalb derer sie IP-Adressen vergeben, kann man anhand Deiner IP recht schnell auf Deinen Provider zurückschliessen, der wiederum darüber Protokoll führt, welcher Benutzer um welche Zeit welche IP-Adresse hatte.


Eine IP-Adresse besteht aus 4 Zahlen, die jeweils bis zu 3 Stellen haben.
Beispiel: 83.149.73.19
Die 4 Zahlen sind immer durch einen Punkt getrennt.
An den ersten beiden Zahlen kann man herausfinden, um welchen Provider es sich handelt.
Aber bei den meisten Providern, darunter auch T-Online und Arcor, kann man an den ersten beiden Zahlen auch den Einwahlknoten ablesen.
Damit lässt sich die Herkunft der IP mindestens auf das Bundesland, aber wahrscheinlich sogar auf eine genaue Stadt oder einen Stadtabschnitt eingrenzen.
Selbst Seiten mit Megabesucheraufkommen, wie beispielsweise spiegel.de, können dadurch ihre Besucher trotz IP-Wechsel bei Neueinwahl, besser zuordnen, obwohl man natürlich immer noch in der Masse untergeht.
Bei kleineren Seiten sieht es da allerdings anders aus:

In einem Forum


In einem Forum mit etwa 100 aktiven Mitgliedern dachte eine Person, die sich ziemlich unbeliebt gemacht hatte, es wäre ratsam, sich desöfteren einen neuen Account zuzulegen. Er dachte, durch den IP-Wechsel bei jeder Neueinwahl, könne er Anhand seiner IP-Adresse nicht wiedererkannt werden, da er bestimmt nicht das einzige Mitglied mit diesem Provider war.
Allerdings hatte man bei seinen Beiträgen unter neuem Namen häufiger die Vermutung, es könnte sich um diese Person handeln.
Durch die Überprüfung des IP-Rangs konnte man sich dann auch 95% sicher sein, dass es sich bei den verdächtigen Accounts um dieselben Personen handelte.


Proxy-Server?


Was ist ein Proxy-Server?
Ein Proxy-Server ist ein Rechner der nach dem Requester/Server-Prinzip arbeitet - er erhält "Requests" - also eine Aufforderung eine bestimmte Seite oder Datei von einem Webserver zu laden und an den Rechner zu senden von dem die Anforderung kam. Nahezu alle namhaften Internetprovider betreiben eigene Proxies, die allerdings nicht anonym sind (man nennt sie auch "transparente Proxies"). Trotzdem kann es aus den eben erwähnten Gründen nützlich sein diese zu verwenden.
Den Namen des Proxy-Servers erfährst Du von Deinem Provider, für T-Online lautet er beispielsweise www-proxy.t-online.de an Port 80.

IP-Adresse3


In Firmen-Netzwerken werden Proxy-Server verwendet um mehreren PCs gleichzeitig über eine Leitung Zugang zum Internet zu ermöglichen und um das interne Netzwerk gegen Angriffe von außen zu schützen. Der Proxyserver ist nämlich die einzige Maschine die tatsächlich Zugang zum Internet hat. Der gesamte Datenverkehr läuft über ihn und die dahinter liegenden Rechner sind normalerweise nicht direkt zu erreichen.

Surfen mit Proxy?



Schneller und besser Surfen mit Proxy?
Ja und Nein. Die meisten Proxies "cachen" die Dateien die sie von einem Webserver geladen haben. Wenn also zu einem schnellen Proxy eine Verbindung besteht und man eine Datei von einem langsamen Webserver anfordert, kann es sein das diese trotzdem schneller zur Verfügung steht weil sie zuvor schon aufgrund einer früheren Anforderung auf den Proxy geladen und dort zwischengespeichert wurde. Auf diese Weise kann ein Geschwindigkeitsvorteil erzielt werden.
Das Ganze dreht sich um wenn der eigentliche Webserver von dem die Seite geladen werden soll schneller ist als der zwischengeschaltete Proxy, was oft dann vorkommt wenn der Proxy sehr viele Anfragen gleichzeitig zu bearbeiten hat und man somit in der Warteschlange steckt. Fällt der Proxy ganz aus, ist es mit dem Surfen vorbei, obwohl die Seiten die man besuchen will eigentlich erreichbar sind. Wenn es also zu Problemen kommt, immer erst den Proxy rausnehmen um zu prüfen ob es an diesem liegt. Unter dem Strich aber bringt ein guter Proxy (anonym oder nicht) mehr Vor- als Nachteile.

anonymer Proxy?


Was ist ein anonymer Proxy?
Bei einem "normalen" bzw. transparenten Proxy wird die Anfrage nur durchgereicht, d.h. der Proxy fordert die Daten vom Webserver an und übergibt dabei die Informationen die er vom anfragenden Rechner erhalten hat, also auch die schon mehrfach erwähnte IP nebst der ganz oben aufgeführten Daten. Ein anonymer Proxy "filtert" diese Daten heraus bzw. ersetzt sie durch seine eigenen. In allerster Linie ist hier natürlich wieder die IP-Adresse gemeint. Inwieweit die anderen Daten übermittelt werden oder nicht hängt von den Einstellungen des Proxy-Servers ab, da ist keine pauschale Angabe möglich.
Ob der verwendete Proxie wirklich anonym ist und welche Daten sonst noch gefiltert werden oder nicht kann man unter folgender Adresse prüfen:

http://www.leader.ru/secure/who.html

Vergleiche Deine IP und die anderen Daten mit denen welche die Seite anzeigt. Wenn sie identisch sind ist Dein Proxy nicht anonym, sind sie verschieden ist alles ok. (Hinweis: um Deine eigene IP herauszufinden, gib am DOS-Prompt "ipconfig" ein)


Bietet ein anonymer Proxy wirklich absolute Anonymität?
Ganz klar: NEIN! Zum Einen ist es trotz anonymem Proxy nach wie vor möglich über ein Java-Applet Deine echte IP und noch so Einiges mehr herauszufinden. Außerdem erkennen Dich viele Websites anhand von Cookies wieder die auf Deinem Rechner gespeichert werden, egal mit welcher IP oder über welchen Proxy Du sie ansurfst. Da hilft nur, Cookies und Java zu deaktivieren bzw. Cookies nur auf Anfrage zuzulassen. Dies kann das Surfvergnügen zuweilen erheblich einschränken da manche Seiten nicht mehr richtig angezeigt werden, aber das muss man dann eben in Kauf nehmen.
Für den ganz unwahrscheinlichen Fall das sich eine Behörde oder ein Geheimdienst an Deine Fersen heftet hilft aber auch das alles nichts, zumindest solange Deine Internetverbindung noch steht verfügen diese über alle notwendigen Werkzeuge Dich einwandfrei zu identifizieren.


Wie finde ich einen anonymen Proxy?
Am einfachsten geht es natürlich mit einem Tool wie A4Proxy, das bereits viele Proxies mitbringt und die Proxies genau durchcheckt in Bezug auf Anonymität und Geschwindigkeit.

Die besten aber sind die, die man nirgends im Internet findet - denn auf diesen ist der geringste Betrieb.
Mit der Zeit wirst Du feststellen, das es sehr schwer ist einen dauerhaft schnellen und guten Proyx zu finden. Manche sind von Heute auf Morgen plötzlich nicht mehr anonym oder sie erlauben überhaupt keine Verbindungen von externen Benutzern mehr, oder sie werden einfach langsam weil sie überlaufen sind. Für Abwechslung ist also gesorgt


Proxies direkt ansteuern
Wer kein Tool wie A4Proxy benutzen möchte, kann in vielen Programmen den Proxy auch von Hand eintragen. Hier mal ein paar Beispiele:

Internet Explorer: Klicke auf Extras->Internetoptionen->Verbindungen. Wähle die entsprechende DFÜ-Verbindung und klicke auf "Einstellungen". Dann ein Klick auf "Proxyserver verwenden". Trag den Namen bzw. die IP sowie den Port (Anschluss) ein. Das wars schon.

Netscape:: Gehe nacheinander auf: Bearbeiten/Einstellungen/Erweitert/Proxies/manuelle Proxy-Konfiguration

GetRight:Werkzeuge->GetRight Konfiguration->Proxy

FlashGet:Werkzeuge->Optionen->Proxy->Hinzufügen

Die Proxy-Einstellungen werden ohne Neustart der Programme aktiv. Es lohnt sich aber, den Proxy immer mal wieder zu checken und nachzuschauen ob er noch anonym ist oder ob es vielleicht einen schnelleren gibt.


So, ich hoffe ich konnte für Einige etwas Licht ins Proxy-Dunkel bringen.

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